Katar fordert Teilrückzahlung von Bestechungsgelder

Doha (dpo) – Nach Bekanntwerden der von dem deutschen Bewerberkomitee um Franz Beckenbauer eingesetzten Schmiergeldzahlungen in Höhe von 6,7 Millionen Euro erklärte der katarische Premierminister und Scheich Abdullah bin Nasser bin Chalifa Al Thani im Rahmen einer Pressekonferenz, sein Land prüfe nun eine Schadensersatzklage gegen die FIFA.

Schließlich habe Katar ein Vielfaches der von den Deutschen gezahlten Summe leisten müssen, um die WM für das Jahr 2022 zu erhalten. „Selbst bei inflationsbereinigter Rechnung haben die Mitglieder des FIFA 24-köpfigen Fifa-Exekutivkomitees von uns eine deutlich höhere Summe aufgerufen, als sie es im Jahre 2000 von den Deutschen verlangt haben. Wir hegen den sehr starken Verdacht, dass sich das Fifa-Exekutivkomitee bei seinen Forderungen gegenüber dem katarischen Bewerberkomiteee von rassistischen und fremdenfeindlichen Motiven leiten ließ“, so der katarische Premierminister. Vor welchem Gericht Katar die Klage erwägt, ist noch unklar. Al Thani forderte zugleich das amerikanische FBI und die schweizer Strafverfolgungsbehörden auf, entsprechende Ermittlungsverfahren einzuleiten. „Solch eine Ungeheuerlichkeit habe ich bislang selten erlebt.“ Mit diesen Worten schloss Al Thani sichtlich erregt die Pressekonferenz.

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